Berufliches Gymnasium

Für junge Menschen, die sich hohe Ziele für ihr Berufsleben gesteckt haben, stellen die Bildungsgänge am beruflichen Gymnasium beste Voraussetzungen dar.

Voraussetzungen für die Aufnahme in das berufliche Gymnasium:

Die Aufnahme in das berufliche Gymnasium setzt voraus:

  • den Realschulabschluss oder
  • einen gleichwertigen Abschluss.

Übertritt von Schülern mit Realschulabschluss 

Schüler der Klassenstufe 10 der Regelschule können in die Klassenstufe 11 des beruflichen Gymnasiums übertreten, wenn sie erfolgreich an einer Aufnahmeprüfung (Probeunterricht) teilgenommen haben. Einer Aufnahmeprüfung bedarf es nicht, wenn sie im Zeugnis zum Schulhalbjahr in den Fächern Deutsch, Mathematik, erste Fremdsprache und in einem Wahlpflichtfach jeweils mindestens die Note "gut" sowie am Schuljahresende den Realschulabschluß erreicht haben. Einer Aufnahmeprüfung bedarf es ferner nicht, wenn anstelle der Notenvoraussetzung eine Empfehlung der Klassenkonferenz für den Bildungsgang des Gymnasiums vorliegt.

Übertritt von Schülern mit gleichwertigem Abschluss

Schüler mit gleichwertigem Abschluss können unmittelbar nach dem Erwerb des gleichwertigen Abschlusses in die Klassenstufe 11 des beruflichen Gymnasiums übertreten, wenn sie erfolgreich an der Aufnahmeprüfung (Probeunterricht) teilgenommen haben. Einer Aufnahmeprüfung bedarf es nicht, wenn sie im Zeugnis zum Schulhalbjahr einen Notendurchschnitt von mindestens 2,5 sowie am Schuljahresende einen dem Realschulabschluß gleichwertigen Abschluss erreicht haben. Bei der Ermittlung des Notendurchschnitts bleiben die Fächer Sport, Religionslehre und Ethik unberücksichtigt. Einer Aufnahmeprüfung bedarf es ferner nicht, wenn anstelle der Notenvoraussetzung eine Empfehlung für den Bildungsweg des beruflichen Gymnasiums vorliegt.

Übertritt von Bewerbern mit schulischer Unterbrechung

Bewerber, die die Voraussetzungen erfüllen (Realschulabschluss oder gleichwertiger Abschluss) und bei denen die Schulunterbrechung die Dauer eines Jahres übersteigt, jedoch höchstens drei Jahre beträgt, können in die Klassenstufe 11 des beruflichen Gymnasiums übertreten, wenn sie erfolgreich an der Aufnahmeprüfung (Probeunterricht) teilgenommen haben. Einer Aufnahmeprüfung bedarf es nicht, wenn sie einen Notendurchschnitt von mindestens 2,7 nachweisen und ihre Leistungen in allen Fächern mindestens mit "ausreichend" bewertet worden sind.

Übertritt und Aufnahme von Schülern des staatlichen Gymnasiums ist mit erfolgreichem Abschluss der 10. Klasse möglich. 

Die Anmeldung erfolgt nach Erhalt des Halbjahreszeugnisses der 10. Klasse.

Verspätete Anmeldungen können nur im Rahmen freier Kapazitäten berücksichtigt werden.

Einzureichen sind:

  • formlose Bewerbung bzw. Anmeldeformular der SBBS Rudolstadt, bei Minderjährigen erfolgt die Anmeldung durch die Sorgeberechtigten
  • Halbjahreszeugniskopie der 10. Klasse
  • eventuell die Schullaufbahnempfehlung
  • Zeugnis über den Realschulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss als Kopie zu Schuljahresbeginn

Berufliches Gymnasium in der Fachrichtung Wirtschaft

1. Ziel des Bildungsganges:

In einer dreijährigen Vollzeitausbildung kann am beruflichen Gymnasium die allgemeine Hochschulreife (Abitur) erworben werden. Sie berechtigt zum Studium an jeder Universität oder Hochschule. Selbstverständlich kann auch an jeder Fachhochschule oder Berufsakademie ein Studium aufgenommen werden. 

2. Gliederung und Inhalt des Bildungsganges:

1. Einführungsphase Klasse 11:
In der Einführungsphase werden die Schüler im Klassenverband unterrichtet.
Sollten Schüler noch keinen Unterricht in der zweiten Fremdsprache erhalten haben, erfolgt dieser in einem „Anfängerkurs“ von der 11. bis 13. Klasse (derzeit Französisch und Russisch). 

2. Qualifikationsphase Klasse 12 und 13:
Neben den Kernfächern Deutsch und Mathematik werden eine Fremdsprache, eine Naturwissenschaft und das berufsbezogene Fach Wirtschaft mit erhöhtem Anforderungsniveau erteilt.
Dazu kommen sechs Fächer auf grundlegendem Anforderungsniveau aus dem naturwissenschaftlichen, gesellschaftswissenschaftlichen und sprachlichen Bereich inklusive Sport und das Seminarfach.

Prüfungen:
Die Abiturprüfung am Ende der 13. Jahrgangsstufe besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil:

  • drei schriftliche (zwei der drei Fächer müssen Deutsch, Fremdsprache oder Mathematik sein)
  • eine mündliche (aus dem Bereich erhöhtes Anforderungsniveau oder grundlegendes Anforderungsniveau)
  • eine weitere mündliche Prüfung (aus dem Bereich erhöhtes Anforderungsniveau oder grundlegendes Anforderungsniveau) oder das Seminarfach

Aus den Ergebnissen der vier Halbjahre der Qualifikationsphase und der Prüfungen und eventuell der Leistungen im Seminarfach wird das Gesamtergebnis errechnet.

Sehr gute Abschlussergebnisse ermöglichen auch eine Aufnahme in die Studiengänge mit Numerus clausus.

Berufliches Gymnasium in der Fachrichtung Gesundheit und Soziales

Alle Schüler, die ihre berufliche Entwicklung im medizinischen oder sozialen Bereich sehen, können hier neben einem hohen Allgemeinwissen schon fachspezifisches Wissen in medizinischen, sozialen, biologischen und medizintechnischen Richtungen erwerben.

1. Ziel des Bildungsganges:

In einer dreijährigen Vollzeitausbildung kann am beruflichen Gymnasium die allgemeine Hochschulreife abgelegt werden. Sie berechtigt zum Studium an jeder Universität, Hochschule, Fachhochschule oder Berufsakademie. Der Einstieg in jede medizinische und soziale Ausbildung wird durch das fachspezifisches Wissen erleichtert. 

2. Gliederung und Inhalt des Bildungsganges:

1. Einführungsphase (Klasse 11):
In der Einführungsphase werden die Schüler im Klassenverband unterrichtet. Sollten Schüler noch keinen Unterricht in der zweiten Fremdsprache erhalten haben, erfolgt dieser in einem „Anfängerkurs“ von der 11. bis zur 13. Klasse (derzeit nur Französisch und Russisch).

2. Qualifikationsphase Klasse 12 und 13:
Neben den Kernfächern Deutsch und Mathematik werden eine Fremdsprache, eine Naturwissenschaft und das berufsbezogene Fach Gesundheit mit erhöhtem Anforderungsniveau erteilt.
Dazu kommen sechs Fächer auf grundlegendem Anforderungsniveau aus dem naturwissenschaftlichen, gesellschaftswissenschaftlichen und sprachlichen Bereich inklusive Sport und das Seminarfach.

Prüfungen:
Die Abiturprüfung am Ende der Jahrgangsstufe 13 besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil:  

  • drei schriftliche (zwei der drei Fächer müssen Deutsch, Fremdsprache oder Mathematik sein)
  • eine mündliche (aus dem Bereich erhöhtes Anforderungsniveau oder grundlegendes Anforderungsniveau)
  • eine weitere mündliche Prüfung (aus dem Bereich erhöhtes Anforderungsniveau oder grundlegendes Anforderungsniveau) oder das Seminarfach.

Aus den Ergebnissen der vier Halbjahre der Qualifikationsphase und der Prüfungen und eventuell der Leistungen im Seminarfach wird das Gesamtergebnis errechnet.

Sehr gute Abschlussergebnisse ermöglichen auch eine Aufnahme in die Studiengänge mit Numerus clausus.