Geschichte aaO

Am 20. Juni 2019 war es den Schülerinnen und Schülern der BGYW17 im Rahmen des Geschichtsunterrichts möglich, zusammen mit Schülerinnen und Schülern des Heinrich-Böll-Gymnasiums an einer Veranstaltung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Rudolstadt teilzunehmen.

Im Kino der Saalegärten wurde Hans Steinhoffs Film HITLERJUNGE QUEX aus dem Jahr 1933 gezeigt. Er zählt heute zu den ersten großen nationalsozialistischen Propagandafilmen, der sich direkt an die Kinder und Jugendlichen wandte. Der Film spielt während der Straßenkämpfe zwischen Kommunisten und Faschisten Anfang der 1930er Jahre. Heini Völker ist der Sohn eines zum Sozialismus tendierenden Arbeiters, der Heini davon überzeugen will, in eine linksorientierte Jugendgruppe einzutreten. Der tugendhafte Sohn fühlt sich jedoch zu der Hitlerjugend hingezogen.

Der nationalsozialistische Propagandafilm HITLERJUNGE QUEX, dessen Schirmherr der Reichsjugendführer Baldur von Schirach war, ist einer der wenigen Jugendfilme des Dritten Reichs. Mit dem Film sollten Kinder sowie politisch Unentschlossene überzeugt werden, sich der HJ sowie der NSDAP anzuschließen.

Von den Alliierten wurde der Film 1945 als Verbotsfilm klassifiziert. Seit 1966 befinden sich die ehemaligen Verbotsfilme im Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und werden unter Vorbehalt in öffentlichen Aufführungen zugänglich gemacht.

Zu Beginn des Filmes erhielten die Schülerinnen und Schüler einen einführenden Vortrag und im Anschluss an die Filmvorführung entstand eine Diskussion und es wurden Fragen gestellt.

Rundum eine gelungene Geschichtsstunde am anderen Ort.

Stefanie Holzmann